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OPERA/WERKE, Stadtoper Graz in sieben Akten


2. Akt: DAS ORCHESTER
für CD und Orchester
2.2.2.2.,4.2.2.,Harfe,Klavier,10.10.8.8.6, 69 Minuten



Ein Konzert für Stadtklänge und 60 Instrumentalisten - eine Phonographie mit dem recreation Orchester Graz unter der musikalischen Leitung von Sian Edwards. Ein Stück in zehn Tableaus und elf Intermezzi. Bestimmte Sequenzen des "Gesang"-Tonbandarchives werden elektronisch zugespielt. Als Klangbilderfolgen einer besonderen musikalischen topographischen Landvermessung der Stadt. (aus dem Faltblatt zur Stadtoper Graz)
          Stichworte von Peter Ablinger zu
          2. Akt (Das Orchester):

          das Orchester als trojanisches Pferd:
          um der Phonografie/den Stadt-Aufnahmen das größtmögliche
          Podium zu verschaffen;
          Orchester und Phonografien:
          wie handkolorierte Photos;
          Gegebenheit und Handschrift;
          der Gegensatz von Kontingenz und Kultur,
          der Gegensatz von Kontinuum (Geräusche, Leben) und Raster (Musik, Wahrnehmung);
          Konzertsituation, kollektives Hören

Die akustischen Fotografien des Gesangs werden hier gewissermaßen handkoloriert. Transformiert und umgestaltet zum klingenden Rahmen des Orchesterapparats. Dessen Klangfiguren sind wie ein Trojanisches Pferd den sie umwölbenden Klangbildern der Stadt eingeschrieben. Umfassung des Orchesters also durch Zuspielung von transformiertem, elektronisch auskomponierte Klanggestalten annehmendem „Gesang“. Das kaleidoskopische Ensemble der Gesänge als Umriss und Kontur für den Klangkörper im – quasi stereophonen – Zwischenraum. Äußerer Rahmen und Klammer dafür: Im Anfang und zum Ende akustische Übermalung des Orchesters durch lautes weißes Rauschen. Imaginäre Musik also eines à la Christo verpackten Groß-Instrumentariums. Der Live-Klang schält sich aus dem konkreten Rauschen heraus, um zuletzt darin wieder zu verschwinden. Weißes Rauschen an den Rändern. Wie zwei weiße Flächen an der Grenze. Zwischen Allem und dem Nichts. Das große Spektrum zwischen Stadtklang und dem expressionsgebunden-Humanen – zwischen Zeugung und Geburt, vielleicht auch einem Stirb-und-Werde. Text: Wolfgang Hofer
          die Form: Tableaus und Intermezzi:
          DAS ORCHESTER
          in X TABLEAUS und 11 Intermezzi

            1 Tür zu 0:25
          I WEISS 1 6:58 > listen
            2 Notenpapier 0:24
          II ENDLOSKASSETTE 2:10 > listen
            3 Kontinuum 0:38
          III STADT 1 ("PASSACAGLIA") 5:52
            4 Hinterhof (für Alvin Lucier) 1:37 > listen
          IV MUR 1-6 5:53
            5 Geburt ("Tunnel 1") 1:18
          V PLABUTSCH ("TUNNEL 2") 9:17 > listen
            6 Suprematistische Geschichte 1 0:40
          VI VORSTADT ("REKONSTRUKTION EINER WAHRNEHMUNG 1-6") 4:08
            7 Suprematistische Geschichte 2 0:24
          VII FLUGHAFENTERRASSE 4:12
            8 Regenstück 0:52
          VIII "A" UND "O" 2:16 > listen
            9 Staubsauger ("Ausschalten 1") 1:01
          IX STADT 2 9:19
            10 Instrumente und Autoradio ("Ausschalten 2") 2:02
          X WEISS 2 3:50

          2Fl(auch Picc),2Ob(auchEH),2Klar,2Fg;4Hrn,2Trp,2Pos; Hrf,Klav; 10Vl1,10Vl2,8Va,8Vc,6Kb;
          Zuspiel-CD,
          D: 69:39


          Partiturausschnitt aus: DAS ORCHESTER, Intermezzo 8, Regenstück
          pdf-Datei, 243KB


          DAS ORCHESTER in der Helmut List-Halle, Graz,
          mit dem recreation orchester unter der Leitung von Sian Edwards;
          Fotos: Elvira Klamminger, Zeichnung: Peter Ablinger


PHONOREALISMUS
ein Text aus: "Metaphern (Wenn die Klänge die Klänge wären)" von Peter Ablinger


FORM UND ERSCHEINUNGSFORMEN
Versionen: "Das Orchester" als Work In Progress


LP-Record



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1. Akt: DER GESANG
2. Akt: DAS ORCHESTER
3. Akt: DAS LIBRETTO
4. Akt: DIE HANDLUNG
5. Akt: DIE KULISSE
6. Akt: DIE BESTUHLUNG
7. Akt: DAS PUBLIKUM

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